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Fragen lernen

Fragen? Wenn wir nur mal für einen Moment aufhören, auf unser eigenes Bewußtsein loszuprügeln, und anfangen, es mit Liebe und Aufmerksamkeit zu behandeln, dann fangen wir endlich an, uns selber ein bißchen besser zu verstehen.

Das ist genauso, wie man zuerst aufhören muß, seinen eigenen Körper zu hassen, bevor man die Macht findet, ihn zu ändern, oder zu heilen.

Und genau das Gleiche wieder mit unserem Energiebewußtsein. Man muss ihm mit dem tiefsten Respekt entgegentreten, mit Fragen und mit einem ganz offenen Bewußtsein, das den Mut hat, zuzugeben, daß es nicht weiß, was los ist, und daß es vieles, und sogar vielleicht alles, falsch verstanden und falsch gemacht hat.

„Hallo. Wer bist du? Was machst du? Was brauchst du von mir, daß du das, was du machst, besser machen kannst?„

Nicht verurteilen, nicht VORURTEILEN, sondern respektvoll anfragen.

Dazu braucht man halt ein bißchen Disziplin, besonders am Anfang.

Disziplin

Mein ganzes Leben lang habe ich das Wort Disziplin einfach falsch verstanden.

Ich habe gedacht, das wäre, wenn ein totaler Idiot dich anschreit und auf dir herumprügelt, damit du gezwungen wirst, Dinge zu tun, die du haßt, und die absolut blödsinnig, langweilig, schmerzhaft und nutzlos sind.

Ich habe das gedacht, weil das genau meine Erfahrungen waren mit Halbmenschen, die keine natürlichen, durch Liebe und Respekt gezeugten Verbindungen mit anderen aufnehmen konnten, und die dann zum Stock greifen müssen, um überhaupt irgendeine Form von Reaktion aus den anderen heraus zu prügeln.

Und es ist wahr, das ich dieses grausliche Beispiel meiner eigenen „Lehrer" dann auf mich selbst und meinen eigenen Körper und mein eigenes Bewußtsein angewendet habe.

Es ist wahr, es ist mehr als traurig, was ich all die Jahre lang mit mir selbst gemacht habe. Ich war mein eigener, persönlicher Folterer, der nie aufhört, nie schläft, dem keine Antwort, keine Anstrengung reicht, und der immer bei einem ist, egal wie weit man wegläuft, wie tief man sich versteckt, wie leise man lebt, oder wie flach man atmet.

Langsam wird es besser.

Langsam lerne ich neue Wege, mich selbst zu erziehen.

Freundliche, unterstützende, respektvolle Wege.

Wege der Liebe, die zu neuen Verbindungen führt, wo dann mehr Energie fließt, wo ich mich besser fühle, stärker fühle, und dann reagiere ich darauf, indem ich begeistert weitermachen WILL.

Disziplin ist, sich daran zu erinnern, was es war, das wir eigentlich machen wollten, und dann einen Weg zu finden, UNS SELBST ZU UNTERSTÜTZEN, daß wir das dann auch tun können.

Mit freundlicher und liebevoller Disziplin können wir jeden Tag ein wenig weiterkommen, ein wenig mehr dazulernen, und ein wenig besser mit unserem Gesamtmenschen in Harmonie treten.

Das ist eine positive Spirale, die niemals endet, und jede Schwingung, jede Steigerung ist schöner als die vorhergehende.

Aufmerksamkeit

Wenn wir unseren Blick auf etwas richten, dann geben wir dem etwas Aufmerksamkeit.

Aufmerksamkeit ist eine Energiehandlung, ein erste und grundlegend unumgängliche Voraussetzung, um mit etwas anderem, oder jemand anderem, in Verbindung zu treten.

Aufmerksamkeit ist die erste Brücke, über die dann Information, Daten, Nahrungsenergien und noch viel mehr ausgetauscht werden.

Am einfachsten, herauszufinden, ob uns jemand Aufmerksamkeit zuwendet, ist zu prüfen, ob sie uns mit den physischen Augen ansehen.

Mit den physischen Ohren zuhören.

Und uns im physischen Körper fühlen.

Man kann, wenn man nur ein kleines bißchen sensitiv geblieben ist, die Berührung der Aufmerksamkeit eines anderen Menschen, oder sogar eines Löwen, richtig durch die Haut fühlen.

Das liegt daran, daß Aufmerksamkeit ein Energieflügel ist, mit dem man hinausreicht, um einen anderen zu berühren, abzutasten, kennenzulernen.

Richtige Aufmerksamkeit und das größte Gefühl der Intimität, mit einem oder etwas anderem eins zu werden, passiert dann, wenn sich ALLE SINNE des Gesamtmenschen zur gleichen Zeit auf die gleiche Stelle konzentrieren.

Das stellt dann die vollständige Verbindung her, durch die die meiste Energie fließt, und die sich deshalb schöner als alles andere anfühlt.

Aus der Zauberwelt von Silvia Hartmann


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Zitate

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen Recht machen zu wollen.

Platon